updated 11:57 AM, Nov 30, 2021 Europe/Vienna
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Enterprise Knowledge Management

 

Die EZB hat jetzt ihren lange erwarteten Bericht „The Eurosystem Household Finance and Consumption Survey“ veröffentlicht. Die Studie sollte ursprünglich bereits im März veröffentlicht werden. Beobachter hatten die Verzögerung in Zusammenhang mit der Zypern-Krise gebracht.

Die Studie zeigt in der Tat brisanterweise, dass Deutschland den geringsten Netto-Median-Wohlstand in der Eurozone aufweist, Zypern hingegen den zweithöchsten. Die Studie basiert auf Umfragedaten bei 60.000 Haushalten aus 2009 und 2010. Hier die Rangfolge (h/t Eurointelligence):

 

 

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Lasst Athen pleite gehen, jetzt!

 

Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, dass die politische Führung in Europa die Euro-Krise nicht lösen kann. Das Einzige, was sicher ist: Die Politiker in Brüssel werden wie EZB-Draghi auch alles tun, um den Euro zu retten, buchstäblich alles.

Das Unvermögen der Brüsseler Politbürokratie zeigt sich an den beschlossenen inkonsistenten Maßnahmen im Falle Zypern: Spareinlagen werden zur Bankenrettung herangezogen, Anleihegläubiger aber geschont; Einlagen bei ausländischen Töchtern sind geschützt, Einlagen bei einheimischen nicht. Insbesondere letzteres wird dazu führen, dass lokale Unternehmen reihenweise pleite gehen mit entsprechenden Konsequenzen für die Entwicklung der Wirtschaft dort.

 

Auch wenn die Brüsseler Politik zunächst wieder von Plänen Abstand nahm, Spareinlagen unter 100.000 Euro anzuzapfen und damit gegen Garantien zu verstossen – sollte es jemals Vertrauen zwischen dem einfachen Bürger und den gewählten oder nicht-gewählten Führern gegeben haben, so ist das mit dem Desaster namens „Zypern-Rettung“ dahin.

 

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Negativzinsen – wie weit noch?

Werte, Respekt und Hausverstand sind mehr als je gefragt.

Die öffentlichen Diskussionen der letzten Zeit haben eines zu Tage gebracht: Wir leben wirklich in einer Zeit der Veränderungen. Das gilt vor allem auch für Politik und Wirtschaft. Beispielhaft sind es Themen wie die Eurokrise und das damit verbundene Sparen, die hochaktuelle Sexismusdebatte, der Umgang mit der direkten Demokratie und nicht zuletzt die Diskrepanz zwischen Jung und Alt. Wie gehen wir mit diesen Themen um, wohin führen die Wege? Wie diskutieren wir die Inhalte?

Fakt ist, dass gesellschaftliche, aber auch persönliche Werte, welche einmal gegolten haben, nicht mehr zählen. Aktionismus steht vor Nachhaltigkeit, Populismus vor mittel- und langfristigen Zielen. Unsere Sprache hat sich diesen Entwicklungen angepasst. Die Kunst des Formulierens ist nicht mehr gefragt. Elemente aus der elektronischen Kommunikation der sogenannten sozialen Netzwerke bestimmen unseren Sprachgebrauch. Nachdenken, Reflektieren und Überprüfen von Inhalten ist nicht mehr so wichtig. Entscheidend ist die Aktion, die Vereinfachung von Inhalten. Man kann durchaus Zitate wie: »Wichtig ist, dass wir laufen. Wohin, ist eigentlich egal« oder »Ich zuerst und dann die anderen« in diesem Zusammenhang sehen. Natürlich kann man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, das macht auch keinen Sinn. Aber warum werfen wir erfolgreiche Erfahrungen über Bord? Wo ist der gegenseitige Respekt? Wo ist der rücksichtsvolle Umgang mit den Mitmenschen? Offensichtlich kommen wir mit dem durchaus vorhandenen Wohlstand unserer Gesellschaft, der allgemeinen Sicherheit nicht zurande. Was ist passiert? Die sehr »ichbezogene« Entwicklung gerade der letzten Jahre hat dazu geführt, dass die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten größer geworden sind und nicht kleiner. »Leistung muss sich lohnen«: Aussagen wie diese haben unseren Blick über den Tellerrand eingeschränkt. Ja, Leistung ist notwendig und muss auch immer eingefordert werden. Sie ist gesellschaftspolitisch ein Beitrag und nicht Zwang.

Nicht immer nur nehmen
Es ist sehr einfach, öffentliche Leistungen zu fordern. Wie sieht es aber mit unserer Beitragswilligkeit aus? Wir sehen immer sofort die Fehlleistungen Einzelner oder des Systems. Wie sieht es aber mit den Vorteilen aus? Nehmen wir sie noch wahr? Hier schließt sich wieder der Kreis. Aktionismus vor Nachhaltigkeit, Populismus vor realen Zielen, dort stehen wir heute.

Ein Blick in die politische Debatte unterstreicht dies. Wenn irgendetwas passiert, gilt es Forderungen aufzustellen, welche die nächste Meinungsumfrage beeinflussen. Das Ergebnis dient ja nur der persönlichen Befriedigung, der Absicherung und nicht der Zielerreichung. Es geht offensichtlich nicht darum, Probleme zu lösen, sondern sie einfach formalen Systemen zu unterwerfen. Hier kommt der Ruf nach einem neuen Gesetz, einer Reglementierung, aber nicht nach Lösungsansätzen. Beispielhaft sei die Sexismusdebatte angeführt. Gesetzliche Regelungen lösen das Problem nicht. Den respektvollen Umgang mit anderen Menschen stelle ich damit nicht sicher. Hier bedarf es einer Besinnung auf eine gute Erziehung. Einfach eines Nachdenkens, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe, dies in Wort und Schrift aber auch zu tun. Natürlich ist dieser Weg nicht einfach, weil er auch nicht bequem ist.

Gedanken sind immer im Fluss, sich an Werten, auch aus der Vergangenheit, zu orientieren hat noch nie geschadet. Lasst uns mal einfach nachdenken, bevor wir uns zu einer Äußerung, einer Stellungnahme hinreißen lassen. Sich zu besinnen, hat noch nie geschadet – ohne dabei zu vergessen, dass Veränderung ein wesentlicher Teil unserer Gedankenwelt ist.

Es zahlt sich aus

„Die Zahl von Leistungsanforderungen, die ein Unternehmen heutzutage regelmäßig erfüllen muss, hat in der Wirtschaft immens zugenommen. Unternehmen müssen heute etwa sechsmal so viele Vorgaben erfüllen wie im Jahr 1955“, zitiert Dr. Mag. Anni Koubek , verantwortlich für Innovation und Koordination in der Quality Austria, Statistiken aus dem Harvard Business Manager beim 19. qualityaustria Forum im Congress Salzburg. Um damit fertig zu werden, haben sich Unternehmen anders organisiert. Als Folge sei der Grad der organisatorischen Komplexität in Unternehmen - also etwa die Zahl unterschiedlicher Prozesse, Schnittstellen, Abstimmungsschleifen und Entscheidungsstufen - um das 35-fache gestiegen.

 

Zusammenhang zwischen Profitabilität und Komplexität

Zwischen Profitabilität und Komplexität besteht ein Zusammenhang, der sich als parabolische Kurve darstellen lässt. „Sowohl zu niedrige als auch zu hohe Komplexität führen zu niedriger Performance“, erklärt Koubek. Die Kunst liegt darin, das Optimum zu finden, dh das richtige Maß an Komplexität, um die maximale Profitabilität zu erreichen. Durch die Erfüllung einer immer weiter wachsenden Zahl von Anforderungen, wird in Unternehmen oft auf die Vereinfachung vergessen.

 

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Was bleibt? Cloud first!

Die Euro-Staaten haben beschlossen, Sparer sollen in Zypern teilenteignet werden. Sie sollen ihren Beitrag zur finanziellen Sanierung des Landes leisten, der maßgeblich von seinem aufgeblasenen Bankensektor in die Krise gestürzt wurde. Der Spiegel jubiliert: „Es geht um Gerechtigkeit (…) Ein richtiger Schritt.“

Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun, wenn Sparer mit Einlagen von unter 100.000 Euro eine Abgabe 6,75% zahlen müssen, oberhalb dieser Schwelle werden sogar 9,9% fällig? Das soll 5,8 Mrd. Euro erbringen. Haben die Sparer die Krise verursacht? Nein.

 

Banken sind Unternehmen, also sollte der Haftungsgrundatz hier genauso gelten wie für jedes andere Unternehmen auch. Wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten kommt, dann müssen dafür Anteilseigner und Kreditgeber einstehen. Dass dem bei Banken nicht so ist, wissen wir spätestens seit 2008 – die sind ja systemrelevant. Sie sind wichtiger als Unternehmen, die die Lebensgrundlagen unserer Gesellschaft sichern. Denn Geld kann man ja bekanntlich heutzutage essen, besonders wenn es virtuell vorkommt.

 

Rechtlich gibt der Sparer seiner Bank zwar einen Kredit. Aber er hat ihr den nicht zu unternehmerischen Zwecken angedient, sondern ihr das Geld in erster Linie zur Aufbewahrung überlassen. Wenn man auch nur den Anschein einer sozialen Komponente hätte wahren wollen, hätte man kleinere Sparbeträge ganz von einer Zwangsabgabe ausgenommen. Die Regierenden der Eurozone wollten nicht…

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Den Stress in den Griff bekommen

Den Stress in den Griff bekommen

Knapp vier Jahre ist es nun her, dass RIM mit dem „Storm“ die erste Touchscreen-Variante seiner E-Mailing-Machine vorgestellt hatte. Nun, die Songtexte der Handset-Branche sind in der Zwischenzeit komplett umgeschrieben. Heute hat der kanadische Hersteller im Vergleich zur Konkurrenz einiges an innovativen Touch verloren. Die Geräte werden dennoch fleißig genutzt und Kreativdirektorin Alicia Keys singt von „BlackBerry“ nun auch im Firmennamen, den Research in Motion zugunsten seines wichtigsten Produkts spät geändert hat. Der Fokus aufs Wesentliche, das Texten von Mails mithilfe einer physischen Tastatur, ist dennoch gefährdet.

Der jüngste Wurf, der „BlackBerry 10“, basiert in der Touchscreen-Variante Z10 im Look and Feel auf dem De-facto-Standardgerät iPhone. Äußerlich ist die Brombeere kaum noch von den iOS- und Android-Geräten dieser Welt zu unterscheiden. Die User freut das: Sie haben nun endlich für die weiterhin besten Businessprozesse (die saubere Trennung von privat und Büro in Apps und Oberfläche mit einem Wisch (sic!)) eine trendige Verpackung und müssen sich nicht mehr für ihr Endgerät genieren. Für den modernen Arbeiter, dem es in der kolportierten neuen Welt des Arbeitens stets auch nach Freizeit dürstet, liefert der BlackBerry entsprechende Kamera- und Rechenleistung und Social-Media-Verknüpfungen. Wer weiterhin Funktion vor Aussehen wählt, greift nach dem Tastenmodell Q10.

Das ist die neue Freiheit, die wir meinen: unsere Telefone, Rechner, Tablets schauen alle gleich aus. Sie kommen aus den gleichen Fabriken, werden kopiert, und als "beste gleiche" unter ihresgleichen großmundig als neu erfunden verkauft - siehe auch alle bekannten Hersteller aus Asien. Die haben das lückenlos umgesetzt, was Apple vorgemacht hat.

Ewige Rente: Wie Versicherungen rechnen

Ewige Rente: Wie Versicherungen rechnen

Die EZB lässt ihren Leitzins nach ihrer Sitzung vom Donnerstag erwartungsgemäß unverändert. Sie reduziert aber ihren Ausblick auf 2013. Nachdem sie zuletzt im Dezember noch von einer wirtschaftlichen Kontraktion um 0,3% ausgegangen war, sieht sie den Ausstoß der Eurozone nun um 0,5% schrumpfen. Drei Monate zuvor hatte sie noch ein Plus von 0,5% prognostiziert. Dabei hält Draghi daran fest, dass sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte leicht erholen werde. Für 2014 wird ein leichtes Wachstum von einem Prozent erwartet.

Die Inflation soll auf 1,6% kommen nach 1,6% Vorhersage im Dezember. Für 2014 wird mit 1,3% gerechnet. Die Inflationsprognose liegt damit komfortabel unter dem formal immer noch gültigen Wert von 2% für Preisstabilität. Das gibt Spielraum für einen geldpolitisch lockeren Kurs. Weitere unkonventionelle Maßnahmen sind gegenwärtig jedoch nicht beabsichtigt.

 

Draghi zeigte sich besorgt über die Kreditzinsen in Südeuropa, die deutlich über denen im Kern der Eurozone liegen. Der monetäre Transmissionsmechanismus funktioniert demnach nicht reibungslos. Das war ursprünglich ein Ziel des OMT-Programms.

 

Eine griffige Erklärung für diesen Zustand konnte Draghi nicht angeben. Das Liquiditätsproblem der Banken sei durch die EZB gelöst worden, die Eigenkapitalproblematik bestehe aber weiter. Daher sei verständlich, dass die Banken immer noch eine große Risikoscheu an den Tag legen würden.

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Bauarbeitslosigkeit erreicht Krisenniveau

Die Arbeitslosenzahlen am Bau sind derzeit gleich hoch wie im Krisenwinter 2009/2010.

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Faktoren für erfolgreiches Miteinander

Auch die jüngste Studie von HMP, IMC Krems und dem Report zeigt: Unternehmensprozesse werden zunehmend mobil. Welche Aspekte dabei beachtet werden sollten, um nutzbringende Mobilität zu schaffen.

Ich liebe Trends! Aus mehreren Gründen. Einerseits, weil sie einen so schön herausfordern – etwa in der großen Masse an Trends jene zu erkennen, die es im Unterschied zu Eintagsfliegen auch wirklich verdienen, »Trend« genannt zu werden. Andererseits, weil sie bald in aller Munde sind und dann rasch eine gewisse Individualisierung bekommen. Soll heißen:  Eigentlich sprechen alle über das Gleiche, aber irgendwie dann doch wieder nicht.

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22.000 Smart Meter in Schweden

Bis zum Jahr 2020 müssen laut EU 80 Prozent aller Stromzähler beim Endverbraucher getauscht werden. Statt der alten Zähler kommen sogenannte "Smart Meter" zum Einsatz, die im Viertelstundentakt den Stromverbrauch jedes einzelnen Stromkunden aufzeichnen, um dadurch genaue Daten zu liefern, wann besonders viel oder sehr wenig Strom verbraucht wird. 4,5 Millionen Stromzähler gibt es derzeit in Österreich, 1,4 Millionen davon alleine im Großraum Wien.

Was jetzt so einfach klingt, ist allerdings in der Umsetzung eine große logistische Herausforderung für alle beteiligten Unternehmen. Die Vorbereitung auf den Tausch muss natürlich perfekt geplant und dann effizient umgesetzt werden. Techniker werden eigens dafür ausgebildet und Termine für den Tausch der 4,5 Millionen alten Stromzähler koordiniert.

In vielen Teilen Europas ist Tieto führender Dienstleister für IT-Services und Product-Engineering und kompetenter Partner, der ein solches "Rollout" auch bereits in Nordeuropa erfolgreich abgeschlossen hat. Im April 2012 wurde dazu ein Rollout von 22.000 Smart Meter in Süden Schwedens begonnen - und erfolgreich durchgeführt, wie es in einem Bericht heißt:

"The roll out was delivered on time and within budget on the 30th of November 2012. Tieto was responsible for planning, making all necessary end customer appointments, logistics of the meters, changing the meters in the field and secure that the meters are operational after installation. To do this we used a sub contracted field operator for the field services, the rest was run as a Tieto in house operation.

There are a lot of challenges pulling off a project like this, why we have used all the experience that we have to prepare carefully and set up a few quality KPI’s;

  1. No or very few end customer complaints
    Usually end customer complaints could be a huge problem due to quality issues in communication and in the field.
    Result: There was an unusual low level of end customer complaints and of very low significance.

  2. High hit rate and customer appointments
    It is very difficult to secure that the customer is really home when appointed. Normally a result close to 90% is considered good.
    Result: Extremely high 96% hit rate of the customer opening the door for our field operators when appointed.

  3. Low number of “clean ups”
    Normally a number of meters does not communicate after installation, why “clean up” is needed.
    Result: We only needed to do clean up on 108 meters, which is a really low number.

EU-Vorgabe umsetzen
Die EU hat die Vorgabe erteilt, dass in allen Mitgliedsländern die alten Stromzähler gegen die neuen „Smart Meter“ getauscht werden müssen. In Österreich ist die E-Control dafür zuständig, diese Richtlinie in österreichisches Recht umzulegen und die Rahmenbedingungen zu schaffen. Bis zum Jahr 2018 sollen in Österreich bereits 95% der alten Zähler gegen neue „Smart Meter“ ausgetauscht werden.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Griechenland-Bailout – nicht mal Sterbehilfe für das Land

Vier aktuelle Fälle in den Medien aus verschiedenen Branchen zeigen, Qualität ist leider nicht selbstverständlich.

Kompetenzentwicklung wird mitunter vernachlässigt. Produktdeklarationen werden nicht eingehalten. Leistungsversprechen werden gebrochen. Vertrauen wird erschüttert. Als Konsument fühlt man sich dann mitunter ohnmächtig und ausgeliefert.

Über den Wolken

Der Kurier titelte in den letzten Tagen, zB am 9.2 „Pilot schlief über Kreta ein – erst nach Minuten geweckt. US-Studie: Piloten verstehen zu wenig von der klassischen Fliegerei.“ Im letzten Absatz heißt es „Eine Untersuchung der US-Flugsicherheitsbehörde eignet sich bestens, Flugangst zu verbreiten….Viele Piloten moderner Linienmaschinen sind schon so sehr an automatische Systeme gewöhnt, dass sie ohne Autopilot hilflos sind.“

Mahlzeit

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Eurokrise – die nächste

Das BIP der Eurozone ist gemäß der ersten offiziellen Vorabschätzung im vierten Quartal 2012 um 0,6 % zum Vorquartal gesunken. Im Jahresvergleich schrumpft das BIP um 0,9%; in Q3 war es gegenüber dem Vorquartal um lediglich 0,1% zurückgegangen.

 

Die deutsche Wirtschaft ist in Q4/2012 so stark geschrumpft wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise nicht mehr. Das BIP fiel um 0,6% gegenüber dem Vorquartal, das noch plus 0,2% zeigen konnte. Für den Einbruch im vierten Quartal sorgten vor allem sinkende Exporte, außerdem investierten die Unternehmen deutlich weniger.

 

Die Arbeitslosigkeit in Portugal ist im vierten Quartal 2012 mit 16,9% auf einen Rekordstand gestiegen. Bei den unter 24-jährigen betrug die Arbeitslosenquote 40%. Im Zuge der Sparmaßnahmen, die dem ärmsten Land Westeuropas im Gegenzug zu einem Hilfspaket von 78 Mrd. Euro auferlegt wurden, schrumpfte die Wirtschaft in 2012 um rund 3%.

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Konstruktive Lohnverhandlungen brauchen gute Sozialpartnerschaft

In Österreich reden wir von einem Superwahljahr 2013. Doch auf EU-Ebene ist das Jahr 2014 entscheidend. Denn dann wählen die Bürger und Bürgerinnen Europas ein neues Europaparlament und indirekt auch die neue Kommission. Obwohl es erst in 18 Monaten so weit ist, wirft die Europawahl 2014 bereits jetzt schon ihre ersten Schatten voraus.

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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Ländervergleich

Österreich hat im internationalen Vergleich noch Aufholbedarf.


Ausgangssituation

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat in einer europaweiten Unternehmensumfrage den Status Quo und zukünftige Entwicklungen sowie Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz erhoben. In 31 Ländern wurden im Jahr 2009 über 28.000 Manager und über 7.200 Beauftragte für Sicherheit und Gesundheitsschutz befragt.

Der umfassende Bericht kann unter https://ohsa.europa.eu (Europäische Unternehmensumfrage über neue und aufkommende Risiken) nachgelesen werden.


Erkenntnisse

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Deutsche Löhne hoch?

Triste Meldungen aus Spanien: Im vierten Quartal ist das BIP um 0,7% zurückgegangen. Das Schlussquartal 2012 war sogar das mit der schärfsten Kontraktion in der seit Mitte 2011 andauernden Rezession. Zur Begründung wird angeführt, die Inlandsnachfrage sei stärker als erwartet zurückgegangen und das Wachstum des Exports konnte das nicht ausreichend kompensieren.

Überraschend ist das nicht. Wer geglaubt hatte, das dritte Quartal zeige bereits Anzeichen einer Wende, irrte. Die im September erfolgte Erhöhung der Mehrwertsteuer hatte noch für eine leichte Bremswirkung im Abwärtsstrudel gesorgt. Umso mehr ging es im spanischen Einzelhandel danach weiter bergab – wie seit 30 Monaten. Im Dezember sanken die Umsätze um 10,2% im Jahresvergleich, die Einzelhandelsumsätze liegen gegenüber dem Hoch aus dem Jahr 2007 nun um mehr als 30% tiefer.

 

Die Jugendarbeitslosigkeit schwingt sich von Rekord zu Rekord auf – sie liegt jetzt bei deutlich über 50%. Spaniens Arbeitsmarkt zählt zu den Schlusslichtern in Europa.

 

Angesichts dieses Desasters findet der Wirtschaftsweise Bofinger immer wieder Gehör mit einem Vorschlag für die anstehenden deutschen Tarifrunden: “Fünf Prozent Plus über alle Branchen hinweg sollten es schon sein.” Darin steckt ein zweiprozentiger Zuschlag zur Euro-Rettung, aus Produktivitätszuwachs und Inflation ergebe sich nur eine dreiprozentige Lohnsteigerung, sagt der Wirtschaftsprofessor. Die Deutschen sollen mehr konsumieren und damit den Krisenländern helfen.

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Hochfrequenzhandel verbieten?

 

Der Hochfrequenzhandel an der Börse wurde zuletzt breiter thematisiert – die Regierungskoalition hat einen Gesetzentwurf zur schärferen Regulierung vorgelegt. In den USA machte der Hochfrequenzhandel im Aktiengeschäft 2011 mehr als 50% des Handelsvolumens an, in Europa waren es 35%.

Hochfrequenzhandel, darunter wird der Teilbereich des algorithmischen Handels verstanden, bei dem Aufträge massenhaft in Sekundenbruchteilen an den Börsen platziert werden. „Zeit ist Geld“ – das gilt auch und gerade an der Börse. Wer das nötige Kleingeld hat und sich ein entsprechendes Equipment leisten kann oder will und dieses dann auch noch –zwecks kurzer Leitung- direkt an Börse in Stellung bringt, erkauft sich damit einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern.

 

So weit, so gut und auch nichts Neues. Der eine investiert in Analysten, um einen Vorsprung herauszuholen, der andere in Maschinen. Jeder wie er will (und kann). Der Privatanleger kann da nicht mithalten – ob er deswegen grundsätzlich im Nachteil ist?

 

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Wie werden wir 2035 arbeiten?

Das Bundesenergieeffizienzgesetz ist nun in der Begutachtungsphase.

Energieeffizienz ist eine der Säulen der Österreichischen Energiestrategie. Eine gewisse Entkoppelung zwischen Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch konnte in Österreich bereits realisiert werden. Von einem Faktor 4 oder gar 10 wie von Effizienzexperten Schmidt-Bleek oder von Weizsäcker in den 90iger Jahren gefordert, sind wir aber noch weit entfernt.

Energieausweise für Kühlschränke sind schon lange Stand der Technik. Energieausweise bei Gebäuden sind zwar schon gesetzlich verpflichtend, das Wissen hat sich aber noch nicht überall herumgesprochen. Neuwagen müssen schon längst ihre CO2-Emissionen pro Kilometer ausweisen, der CO2-Ausstoß dürfte aber noch nicht wirklich ein kaufentscheidendes Argument sein, wenn man den Fuhrpark auf Österreichs Straßen so anschaut.

Die EN 16001 als zertizifierbare Norm wurde inzwischen von der ISO 50001 (Energiemanagement) abgelöst. Weltweit wurden bereits über 1.000 ISO 50001-Zertifikate ausgestellt, davon circa die Hälfte beim deutschen Nachbarn. Die Quality Austria hat bereits knapp 30 Zertifikate ausgestellt. Das Interesse wächst stark an, nicht nur in Österreich.

Mit der Ausgabe der ÖNorm EN 16247-1 (Annahme durch CEN im Juni 2012, Ausgabe September 2012) kommt ein weiterer Baustein für die Durchführung von Energieaudits dazu. Der Entwurf zum Bundesenergieeffizienzgesetz und die Energiemanagementnormen greifen ineinander. Tritt das Gesetz in Kraft, ist das Management gefordert, sich damit auseinanderzusetzen, um rechtssicher zu bleiben. Die Normen können als wirksame methodische Vorgehensweisen oder Werkzeuge gesehen werden. Sowohl der Gesetzgeber als auch die Normung streben danach, durch den systematischen und wiederkehrenden Ansatz, Verbrauchsprofile gezielt zu analysieren, Einsparungspotenziale zu erkennen und die Energieeffizienz durch die Festlegung und Verfolgung von Energieleistungsindikatoren zu steigern. Diverse Studien sprechen von mindestens 5 bis 20% an Einsparungspotenzial. Das wird auch die Budgets entlasten.
Wolfgang Hackenauer, Produktmanager Umwelt und Netzwerkpartner der Quality Austria hat wieder einige wichtige und interessante Punkte aus dem Gesetzesentwurf zusammengefasst.

Wichtige Begriffsbestimmungen im Energieeffizienzpaket des Bundes
§ 5. (1) Im Sinne dieses Gesetzes bezeichnet der Ausdruck Energieaudit ein systematisches Verfahren im Einklang mit ÖN EN 16247-1 oder entsprechenden Nachfolgenormen zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs in der Industrie und/oder einer Industrieanlage oder privater oder öffentlicher Dienstleistungen, zur Ermittlung und Quantifizierung der Möglichkeiten für kostenwirksame Energieeinsparungen und Erfassung der Ergebnisse in einem Bericht.

Energiemanagement bei endenergieverbrauchenden Unternehmen
Endenergieverbrauchende Unternehmen in Österreich haben, abhängig von ihrer Größe und ihrem Energieverbrauch, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz gemäß Abs. 2 bis Abs. 6 zu setzen und zu dokumentieren. Große und mittelgroße Unternehmen haben entweder ein Energiemanagementsystem in Übereinstimmung mit der Norm EN 16001 oder der ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem gemäß Art. 13 der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS Verordnung, auch Ökoaudit genannt), soweit damit auch sämtliche Anforderungen nach ISO 50001 erfüllt werden, einzuführen, dieses zu zertifizieren, die Einführung zu dokumentieren, das Energiemanagementsystem oder Umweltmanagementsystem zu verwirklichen und aufrechtzuerhalten oder in regelmäßigen Abständen, zumindest alle vier Jahre, ein Energieaudit durchzuführen.

Der Anwendungsbereich und die Grenzen des Managementsystems sind festzulegen und zu dokumentieren oder es ist die Durchführung und Ergebnisse des Energieaudits zu dokumentieren.

Endenergieverbrauchende Unternehmen in Österreich haben nach Möglichkeit den sich aus der Anwendung des Managementsystems oder aus der Durchführung des Energieaudits ergebenden Anforderungen einer Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu entsprechen und die erforderlichen Effizienzmaßnahmen zu setzen.
Endenergieverbrauchende Unternehmen haben die Einführung des Managementsystems oder die Durchführung des Energieaudits sowie die allfällig gesetzten Effizienzmaßnahmen für jedes Jahr bis zum 31. März des Folgejahres der nationalen Energieeffizienz-Monitoringstelle zu melden.

Zum Abschluss noch ein paar Einstiegsfragen:

  1. Wer ist in ihrem Unternehmen für Energiefragen zuständig?
  2. Wie hoch sind Ihre Energieausgaben?
  3. Wo haben Sie die wesentlichen Energieverbräuche?
  4. Welche Energiekennzahlen haben Sie bereits?
  5. Welche energiespezifischen Ziele haben Sie für 2013 definiert?


Viel Erfolg bei der Umsetzung!
Axel Dick, Quality Austria
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Circa 5.000 Betriebe in Österreich betroffen

EN 1090 stellt die Basis der Zertifizierung dar, die für alle Betriebe des Stahl-und Aluminiumbaus in Österreich ab 1. Juli 2014 verpflichtend sein wird.

Die aktuelle Version der EN 1090-1 trat in Österreich am 1. März 2012 in Kraft. Sie verpflichtet – wie auch alle vorangegangenen Ausgaben – die betroffenen metallverarbeitenden Betriebe zur Durchführung von Konformitätserklärungen für ihre Produkte sowie zu deren CE-Kennzeichnung. Das ursprüngliche Ende der Übergangsphase – 1. Juli 2012 – wurde um zwei Jahre auf den 1. Juli 2014 verschoben, um den betroffenen Betrieben ausreichend Zeit für die konsequente Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu geben. Nach diesem Datum dürfen tragende Bauteile aus Stahl oder Aluminium nur mehr mit CE-Kennzeichen in Verkehr gebracht werden.

Frühzeitige Auseinandersetzung mit EN 1090 empfohlen
Auch wenn die Übergangsregelung erst im Juni 2014 endet, empfiehlt Quality Austria, sich bereits jetzt damit intensiv auseinanderzusetzen. Es braucht eine gewisse Vorlaufzeit, fit für die Zertifizierung zu werden. Darüber hinaus könnte es zu Engpässen kommen, wenn erst alle gegen Ende der Frist um die Zertifizierungsaudits ansuchen. Damit würden auch allfällige Zeitpuffer wegfallen, falls Schwachstellen im Audit erkannt und diese durch Korrekturmaßnahmen abzuarbeiten sind.

Werkseigene Produktionskontrolle verpflichtend
Die Verpflichtung zur Implementierung der Anforderungen nach der EN 1090 trifft alle Unternehmen, die derartige Produkte fertigen. In Zusammenhang damit schreibt die Norm eine verpflichtende Zertifizierung der „werkseigenen Produktionskontrolle“, also ein gewisses Qualitätsmanagementsystem im Betrieb vor. Nach ÖNORM EN 1090 ist nachzuweisen, dass alle tragenden Bauteile den Anforderungen entsprechend konstruiert und produziert werden. Damit sind die wesentlichen Geschäftsfelder im Stahl- und Aluminiumbau erfasst, insbesondere die Fertigung in der Werkstatt. Falls auch Konstruktion und Bemessung zu den Unternehmensbereichen zählen, werden diese in die Zertifizierung mit einbezogen. Die Festlegungen in ÖNORM EN 1090 gelten auch für alle tragenden Verbundkonstruktionen aus Stahl und Beton.

Zugrundeliegende Normen
ÖNORM EN 1090 – Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken ist in drei Teile gegliedert:

  • Teil 1: Konformitätsverfahren für tragende Bauteile
  • Teil 2: Technische Anforderungen an Tragwerke aus Stahl
  • Teil 3: Technische Anforderungen an Tragwerke aus Aluminium


Gültigkeit der neuen Regelungen für alle Bereiche des Bauwesens
Unabhängig von der Betriebsgröße, der Art der produzierten Bauteile und der regionalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten innerhalb des EWRs unterliegen sämtliche Stahl- und Aluminiumbaubetriebe den Regelungen von EN 1090 für tragende Konstruktionen. Diese können Gesamtbauwerke sein oder als Einzelteile in übergeordnete Tragsysteme integriert werden. Von der Regelung sind alle Bereiche des Bauwesens umfasst, wie Hochbau, Fassadenbau, Geländerbau, Gerüstbau, Industriebau, Kraftwerksbau, Bühnenbau und Brückenbau.

Nach ÖNORM EN 1090 ist nachzuweisen, dass alle tragenden Bauteile entsprechend den jeweils gestellten Anforderungen und den damit verknüpften Ausführungsklassen produziert werden. Damit sind die wesentlichen Geschäftsfelder im Stahl- und Aluminiumbau erfasst:

  • Beschaffung
  • Fertigung in der Werkstatt
  • Untervergabe
  • Anweisung für die Montage

 

Der Weg zum Zertifikat
Erhebung des Ist-Zustandes: In der qualityaustria Statusfeststellung wird vor Ort grundsätzlich der Qualifizierungsstand des Unternehmens in Bezug auf die Erfüllung der Forderungen nach EN 1090 erhoben. Im Rahmen der Statusfeststellung erhält man die Hinweise, in welcher Beziehung Anpassungen gegebenenfalls erforderlich sind.

Voraudit: Im qualityaustria Voraudit wird vor Ort detailliert überprüft, wie weit die Abläufe im Unternehmen den Regelungen in EN 1090 entsprechen.

Im Besonderen werden durchgeführt:

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Die Euro-Omerta

Im modernen „central banking“ visiert jede Zentralbank irgendein Ziel abseits der Preisstabilität an, schreibt sich wirtschaftspolitische Ziele der jeweiligen Regierungen auf die Fahnen. Das 30 Jahre gültige Mantra niedriger und kontrollierter Preissteigerungen ist ebenso gefallen wie die Unabhängigkeit der Geldpolitik.


So gibt nun die Fed als Messlatte für ihre Geldpolitik einen Referenzwert für die Arbeitslosenrate aus, die Bank of Japan wird wohl in Kürze etwas Ähnliches versuchen, die Bank of England will ihre Geldpolitik künftig an der BIP-Entwicklung ausrichten und die EZB ist für die Bankenüberwachung zuständig und greift bereits mit der Ankündigung ihres OMT-Programms massiv in die Preisbildung von Staatsschulden in der Eurozone ein.

„Heute haben die Zentralbanken wahrscheinlich mehr wirtschaftspolitischen Einfluss als jemals in ihrer Geschichte. In der Finanz- und Eurokrise hat man ihnen die Aufgabe zugewiesen, verschuldete Banken und Staaten zu retten und die angeschlagene Wirtschaft wieder auf die Beine zu stellen. In der Zeit nach der akuten Krise wird dieser erweiterte Einfluss nun konsolidiert.“ Das schreibt Thomas Mayer, ehemals Chefvolkswirt der DeuBa und jetzt u.a. ihr Berater, in der FAS vom 20.1.13 und fragt: Haben die Zentralbanken sich für die Ausweitung ihres Einflusses durch besondere Vorausschau bei der Finanzkrise qualifiziert?

Antwort: Nö! Noch im Frühjahr 2007 hatte z.B. Fed-Chef Bernanke die Probleme auf dem Markt für Immobilienkredite als lokal und sektoral begrenzt eingeschätzt. Was danach geschah, wissen wir. Mayer schreibt, just als Bernanke dieses Statement abgab, begann die Kreditblase zu platzen und leitete den Abschwung im Kreditzyklus ein.

Mayer sieht das analytische Versagen von Fed & Co in volkswirtschaftlichen „Modeströmungen“ der Nachkriegszeit. Die aufgekommenen neuen Konjunkturzyklus-Theorien ignorierten den Zusammenhang mit dem Kreditzyklus, während vor dem zweiten Weltkrieg Volkswirte von Hayek bis Keynes den Konjunkturzyklus als vom Kreditzyklus getrieben ansahen.

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Optimismus mit der Brechstange

Verdächtig oft wird in der letzten Zeit die Eurokrise für beendet erklärt. Zuletzt geschehen am Drei-Königs-Tag. Da hat der Chef der EU-Kommission, Barroso, das Ende der Eurokrise ausgerufen – endgültig und unwiderruflich. Die Investoren hätten nun verstanden, dass es die europäischen Führer ernst meinten, alles zum Schutz des Euro tun zu wollen. Zudem habe die EU-Kommission wirkungsvolle Konzepte entwickelt, um die verbliebenen marginalen Probleme in der Eurozone zu lösen, sagte er.

Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rats, hatte vor Weihnachten den Beginn eines hundertjährigen Friedens angekündigt. Auch Finanzminister Schäuble gab sich zu Weihnachten zuversichtlich, dass sich die Eurokrise 2013 entschärfen wird. Die Lage sei besser als gedacht. Länder wie Griechenland hätten inzwischen erkannt, dass sie die Krise nur mit harten Reformen überwinden könnten.

Etwas bescheidender hatte es Mitte Dezember der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM angehen lassen, als er ein Ende der Euro-Krise in zwei bis drei Jahren für möglich hielt. Gut die Hälfte der Arbeit sei getan, sagte Regling damals. In zwei oder drei Jahren läge das Haushaltsdefizit aller Euro-Länder unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts.

Zu der durch und durch viel versprechenden Lage trug natürlich auch bei, dass die politischen Führer in den USA einen (faulen) Kompromiss zum Umschiffen der „fiscal cliff“ erzielen konnten.

Da konnte auch das Basel-III-Komitee nicht zurückstehen mit einem eigenen Beitrag zum Optimismus, indem die Liquiditätsanforderungen (LCR) für den Fall einer erneuten Finanzkrise nun so weit reduziert wurden, dass diese schon heute von vielen Instituten erfüllt werden. Das entlastet v.a. die Banken der Eurozone, die mit den ursprünglichen Regeln einen zusätzlichen Kapitalbedarf von über einer Billion Euro gehabt hätten – rund zwei Drittel der insgesamt 1,8 Bill. Euro an weltweit erforderlichen hochliquiden Anlagen.

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